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Dieses Thema hat 29 Antworten
und wurde 2.413 mal aufgerufen
 Die Beziehung zum eigenen Ich
Seiten 1 | 2 | 3
voice Offline




Beiträge: 257

17.10.2007 15:27
#11 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten

Zitat von wild1


die brücke zur selbstliebe: ich entscheide dann zu gunsten eines anderen, wenn es mir selbst gut tut....und nur dann. (egoismus?)
bedeutet wiederum, dass ich nur dann zu gunsten eines anderen entscheide, wenn ich diese person liebe (denn nur dann tuts mir ja auch gut)

was wiederum bedeutet, dass ich umso egoistischer bin, je weniger menschen ich liebe...

liebe grüsse
wild1


tach wild1

also diese Gleichung bringt mich etwas in schleudern....versuche mal es in Worte zu kleiden warum.
wenn ich ein gutes Verhältnis zu mir habe, sprich mich Selbst-liebe, muß ich nicht mit der Liebe eines Anderen meine eigenen Defizits-Löcher stopfen. Ergo es ist keine Abhängigkeit von der Zuneigung eines anderen sondern...Liebe. Aus dieser Konstellation heraus dann zu Gunsten des Anderen aus Liebe zu ihm zu entscheiden basiert dann auch wirklich auf Liebe und nicht auf der Erwartung für diesen Verzeicht etwas zu bekommen.
Sprich ich tue es mit frohem Herzen ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

wenn ich an mein handeln und tun anderen Gegenüber diese Meßlatte anlege, also nur noch dann zugunsten Anderer entscheide wenn diese Voraussetzung gegeben ist...was wäre dass ...Fantastisch wäre dass.. denn ich handle nur noch aus freien Stücken mit frohem Herzen....

wenn diese Meßlatte Egoismus ist, mh dann möchte ich sehr egoistisch sein und ich glaube dass sich dann der Kreis der Personen schnell enorm vergrößert..denn wer würde nicht gerne so einen glücklichen frohen Egoisten kennen

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wo der Verstand zu Ende ist....

Sam Adhi Offline




Beiträge: 126

17.10.2007 15:47
#12 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten

Selbstliebe bedeutet nur sich selbst zu lieben; zu lieben was man ist. Das Selbst ist form- und eigenschaftslos. Das Selbst zu lieben hat nichts mit den Anderen zu tun, weil sich die Frage nach den Anderen überhaupt nicht stellt. Nicht etwa dass die Anderen einem egal wären, nein....in der Selbstliebe taucht die Unterscheidung zwischen mir selbst und anderen einfach nicht auf; es ist nicht von Belang.

Egoismus bedeutet an das eigene Ich mehr zu glauben als an die anderen Ichs. Das Ich ist ein gesellschaftliches Konstrukt. Es ist mein Ich im Gegensatz zu den anderen Ichs. Es ist das Bild, dass das Selbst sich von sich selbst macht um sich im Kontrast zum Rest definieren zu können, Position zu beziehen.
Das Ich kann nur Ich sein, weil es andere Ichs gibt. Es benötigt Differenzierung und Dualität. Daher hat Egoismus immer mit den Anderen zu tun.

Egoismus ist in dem Sinne die Konsequenz fehlender Selbstliebe.

voice Offline




Beiträge: 257

17.10.2007 16:50
#13 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten
Zitat von Sam Adhi
Selbstliebe bedeutet nur sich selbst zu lieben; zu lieben was man ist. Das Selbst ist form- und eigenschaftslos. Das Selbst zu lieben hat nichts mit den Anderen zu tun, weil sich die Frage nach den Anderen überhaupt nicht stellt. Nicht etwa dass die Anderen einem egal wären, nein....in der Selbstliebe taucht die Unterscheidung zwischen mir selbst und anderen einfach nicht auf; es ist nicht von Belang.

Egoismus bedeutet an das eigene Ich mehr zu glauben als an die anderen Ichs. Das Ich ist ein gesellschaftliches Konstrukt. Es ist mein Ich im Gegensatz zu den anderen Ichs. Es ist das Bild, dass das Selbst sich von sich selbst macht um sich im Kontrast zum Rest definieren zu können, Position zu beziehen.
Das Ich kann nur Ich sein, weil es andere Ichs gibt. Es benötigt Differenzierung und Dualität. Daher hat Egoismus immer mit den Anderen zu tun.

Egoismus ist in dem Sinne die Konsequenz fehlender Selbstliebe.




Dein letzter Satz stimmt für mich überhaupt nicht. Beschreibe mir doch bitte eine egoistische Handlung aus fehlender Selbstliebe heraus.

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wo der Verstand zu Ende ist....

Sam Adhi Offline




Beiträge: 126

17.10.2007 18:54
#14 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten

Zitat von voice
Dein letzter Satz stimmt für mich überhaupt nicht.

Muss er auch nicht.
Aber genau das ist es ja. Dein Ich ist ein anderes Ich als mein Ich, deswegen ist deine Sicht möglicherweise eine andere als meine Sicht.
Wenn ich jetzt meinem Ich eine besondere Bedeutung zumesse, müsste ich sagen, du hättest Unrecht, weil es dem, was "mein Ich" sagt, widerspricht. Und wenn ich aus Egoismus mehr an mein Ich glaube als an deines, dann hätte ich jetzt einen Konflikt mit dir. Dann wäre "ich" jetzt gezwungen "mich" gegenüber "dir" zu behaupten, Position zu beziehen.
Mach ich aber nicht, weil es Nonsens ist, und zu nichts führen würde.

Meine Erfahrung ist nur meine Erfahrung, und ich liebe es, dass mein Selbst in der Lage ist erfahren zu können.
Die Sache an sich, das Leben, mein Selbst, das Bewusstsein, das Mensch-Sein als solches ist faszinierend, und darüber staune ich, erfreue mich daran, nehme es so wie es ist.
Das ist Selbstliebe.
Und obwohl du in meiner Liebe zu mir selbst, und meiner Freude an mir selbst nicht vorkommst, weiß ich im Rückschlussverfahren aber, dass ja auch du ein Mensch bist, dass auch du lebst und erlebst. Deswegen nehme ich dich so wie du bist, freue mich für dich und erfreue mich auch an deinem Selbst, welches das Leben mit mir teilt.

Zitat von voice
Beschreibe mir doch bitte eine egoistische Handlung aus fehlender Selbstliebe heraus.

Wenn ich mein Selbst nicht liebe (das was ich einfach bin), nicht annehme was es ist, dann fühle ich mich gespalten und unzufrieden, weil das Selbst grundsätzlich niemals etwas anderes sein kann als es selbst.

Und weil ich mit mir Selbst nicht glücklich bin, möchte ich es ändern. Ich möchte einen Weg finden glücklich zu sein, verdränge dabei und deswegen aber mein Selbst, weil es die "frohe Botschaft" für mich nicht parat hält.

Also versuche ich etwas anderes zu sein, was ich aber in Wirklichkeit niemals sein kann. So erschaffe ich zunächst eine fiktive Vorstellung von mir selbst, ich stülpe mir ein künstliches (von mir herbeigewünschtes) "Ich" über.

Da ich mir bei dieser Prozedur aber nur vormache etwas anderes zu sein als ich bin, muss ich alle anderen ebenso davon überzeugen, dass ich dieses "konstruierte Ich" wirklich bin, um nicht Gefahr zu laufen ständig daran erinnert zu werden, dass ich mir nur etwas vormache und plötzlich gezwungen bin meinem wahren Selbst, dass ich nicht akzeptiere, "in die Augen schauen zu müssen".

Als Konsequenz muss ich mein "konstruiertes Ich" auf Tod und Verderben gegenüber anderen verteidigen, die ihrerseits dasselbe tun. So kämpft jedes Ich um seine Position und Berechtigung.
Denn wenn der Andere mich durch seine Aussagen oder sein Handeln daran erinnert, dass im System (also im fiktiven Ich) ein Fehler vorliegt, bin ich genötigt, das, womit ich mich durch meine Selbst-Nichtakzeptanz identifiziert habe, in Frage zu stellen.
Dies würde aber einem Selbstmord, oder besser gesagt einem Ich-Mord gleichkommen, welchen ich aufgrund all der Mühe, die ich in meine Illusion gesteckt habe auf keinen Fall akzeptieren kann.

So bin ich letzten Endes gezwungen alles woran ich glaube, alles was dieses Ich ausmacht, als absolute Wahrheit, als den einzig möglichen, ultimativen Weg zu betrachten. Da der Weg aller anderen Ichs meinem Weg mehr oder minder widerspricht oder sich zumindest davon unterscheidet, sind alle anderen Störenfriede, gegen die ich mich verteidigen muss.

Letzten Endes ist dann alles was ich aus diesem Zustand heraus tue Eigennutz (Ego-Futter), auch wenn er sich hinter der Maske der Toleranz oder Akzeptanz verstecken mag.

voice Offline




Beiträge: 257

17.10.2007 20:11
#15 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten
Zitat von Sam Adhi
Zitat von voice
Dein letzter Satz stimmt für mich überhaupt nicht.

Muss er auch nicht.
Aber genau das ist es ja. Dein Ich ist ein anderes Ich als mein Ich, deswegen ist deine Sicht möglicherweise eine andere als meine Sicht.
Wenn ich jetzt meinem Ich eine besondere Bedeutung zumesse, müsste ich sagen, du hättest Unrecht, weil es dem, was "mein Ich" sagt, widerspricht. Und wenn ich aus Egoismus mehr an mein Ich glaube als an deines, dann hätte ich jetzt einen Konflikt mit dir. Dann wäre "ich" jetzt gezwungen "mich" gegenüber "dir" zu behaupten, Position zu beziehen.
Mach ich aber nicht, weil es Nonsens ist, und zu nichts führen würde.

Meine Erfahrung ist nur meine Erfahrung, und ich liebe es, dass mein Selbst in der Lage ist erfahren zu können.
Die Sache an sich, das Leben, mein Selbst, das Bewusstsein, das Mensch-Sein als solches ist faszinierend, und darüber staune ich, erfreue mich daran, nehme es so wie es ist.
Das ist Selbstliebe.
Und obwohl du in meiner Liebe zu mir selbst, und meiner Freude an mir selbst nicht vorkommst, weiß ich im Rückschlussverfahren aber, dass ja auch du ein Mensch bist, dass auch du lebst und erlebst. Deswegen nehme ich dich so wie du bist, freue mich für dich und erfreue mich auch an deinem Selbst, welches das Leben mit mir teilt.

<blockquote><font size="1">Zitat von voice
Beschreibe mir doch bitte eine egoistische Handlung aus fehlender Selbstliebe heraus.

<blockquote><font size="1">Zitat von Sam Adhi
Wenn ich mein Selbst nicht liebe (das was ich einfach bin), nicht annehme was es ist, dann fühle ich mich gespalten und unzufrieden, weil das Selbst grundsätzlich niemals etwas anderes sein kann als es selbst.

Und weil ich mit mir Selbst nicht glücklich bin, möchte ich es ändern. Ich möchte einen Weg finden glücklich zu sein, verdränge dabei und deswegen aber mein Selbst, weil es die "frohe Botschaft" für mich nicht parat hält.

Also versuche ich etwas anderes zu sein, was ich aber in Wirklichkeit niemals sein kann. So erschaffe ich zunächst eine fiktive Vorstellung von mir selbst, ich stülpe mir ein künstliches (von mir herbeigewünschtes) "Ich" über.

Da ich mir bei dieser Prozedur aber nur vormache etwas anderes zu sein als ich bin, muss ich alle anderen ebenso davon überzeugen, dass ich dieses "konstruierte Ich" wirklich bin, um nicht Gefahr zu laufen ständig daran erinnert zu werden, dass ich mir nur etwas vormache und plötzlich gezwungen bin meinem wahren Selbst, dass ich nicht akzeptiere, "in die Augen schauen zu müssen".

Als Konsequenz muss ich mein "konstruiertes Ich" auf Tod und Verderben gegenüber anderen verteidigen, die ihrerseits dasselbe tun. So kämpft jedes Ich um seine Position und Berechtigung.
Denn wenn der Andere mich durch seine Aussagen oder sein Handeln daran erinnert, dass im System (also im fiktiven Ich) ein Fehler vorliegt, bin ich genötigt, das, womit ich mich durch meine Selbst-Nichtakzeptanz identifiziert habe, in Frage zu stellen.
Dies würde aber einem Selbstmord, oder besser gesagt einem Ich-Mord gleichkommen, welchen ich aufgrund all der Mühe, die ich in meine Illusion gesteckt habe auf keinen Fall akzeptieren kann.

So bin ich letzten Endes gezwungen alles woran ich glaube, alles was dieses Ich ausmacht, als absolute Wahrheit, als den einzig möglichen, ultimativen Weg zu betrachten. Da der Weg aller anderen Ichs meinem Weg mehr oder minder widerspricht oder sich zumindest davon unterscheidet, sind alle anderen Störenfriede, gegen die ich mich verteidigen muss.

Letzten Endes ist dann alles was ich aus diesem Zustand heraus tue Eigennutz (Ego-Futter), auch wenn er sich hinter der Maske der Toleranz oder Akzeptanz verstecken mag.[/quote]

Schön geschrieben und theoretisch durchaus nachvollziehbar.
Ich dachte aber Du hättest gesagt das Selbst ist formlos, nun sagst Du in Klammer das Selbst ist das was Du bist.
Meine Rede mein Selbst bin ich, und ich bin nicht formlos.
Wer beurteilt denn wann ein übergestülptes Ich kein übergestülptes mehr sondern wirklich ich bin. Doch nur ich selbst in Eigenreflektion oder ...

Ergo ist es in meinen Augen eine Bewertung (nicht besonders Charmanter Art würde ich sagen) zu behaupten ein Anderer hat sein wahres Ich noch nicht entdeckt weil er irgendetwas für sich behauptet oder in Anspruch nimmt.
Vielleicht ist er ja nur einfach schon weiter als der Andere weil er ohne zu zaudern und ohne zu warten dass ein anderer für ihn sorgt dies einfach selbst in die Hand nimmt. Er sorgt gut für sich selbst. Jede Ersthelferfibel sagt dass zuallerst der Schutz der eigenen Person wichtig ist, und dann werden die anderen versorgt.

ME würde Dein Ansatz darauf hinauslaufen dass wir uns letztliche alle Selbst aufgeben, niemand mehr auch nur irgendetwas will oder für sich beansprucht. Mag zwar ein schöner Glaubens-an-Satz sein aber nach meinem empfinden völlig am realen Leben vorbei.

Nur bin ich eben Praktiker. Ein konkretes Beispiel aus dem Alltag zur Verdeutlichung dieses Satzes

Egoismus ist in dem Sinne die Konsequenz fehlender Selbstliebe.

Wäre sehr schön

_____________________________________________________________________________

wo der Verstand zu Ende ist....

Sam Adhi Offline




Beiträge: 126

17.10.2007 23:16
#16 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten

Zitat von voice
Ich dachte aber Du hättest gesagt das Selbst ist formlos, nun sagst Du in Klammer das Selbst ist das was Du bist.

Ja, du hast Recht. Die Wortwahl war nicht optimal. Das Selbst ist nicht das, was ich bin, sondern "das was ist." Es ist sehr schwer Worte zu benutzen und dabei auch rüberzubringen, was man meint.

Zitat von voice
Meine Rede mein Selbst bin ich, und ich bin nicht formlos.

Ja und Nein. Du bist das Selbst, und das bist du auch wirklich (dein wahres "Ich"), aber das Bild dass du von dem Selbst hast, also "dein Ich" bist du nicht. Das Ich hat Form, das Selbst nicht.
Anders gesagt: "Du" (das Ich) bist nicht, nur Selbst ist. Aber wenn das Gefühl von "du" entsteht, scheint das Selbst nicht zu sein oder wenn, dann nur außerhalb von dem "Ich", oder als dessen Phantasie.

Zitat von voice
Wer beurteilt denn wann ein übergestülptes Ich kein übergestülptes mehr sondern wirklich ich bin. Doch nur ich selbst in Eigenreflektion oder ...

Ja, das ist eine sehr gute und wichtige Frage.
Wenn nur Selbst ist, und du kein Gefühl von Ich hast, kann nicht beurteilt werden, was übergestülptes Ich ist, da ein "Ich" in dem Moment nicht gespürt wird...."Ich" ist nicht.
Wenn das "Ich" wieder aus dem Selbst erwächst, vergisst das Selbst sich selbst und das "Ich" wird als Selbst wahrgenommen.

Wenn aber das "Ich" sich einmal seines Selbst bewusst war (Selbst "wurde"), also sich in seiner eigenen Quelle (dem Selbst) nahezu aufgelöst hat, und das Selbst dann in den Traum des Ichs zurückfällt (weil nicht alle Anhaftung an "Ich" restlos verschwunden ist), dann erinnert sich das wiedergeborene "Ich" an sein Selbst und stellt sich selbst in Frage.
Wie wenn du aus einem Traum erwachst, indem du fast völlig verschwunden warst, und du dann aber wieder alle Eigenschaften deines Ichs zurückgewinnst, dich aber dennoch an den Traum erinnerst. Aber wie du sagst erinnert sich nur das Ich an das Selbst, nicht das Selbst selber.

Zitat von voice
Ergo ist es in meinen Augen eine Bewertung (nicht besonders Charmanter Art würde ich sagen) zu behaupten ein Anderer hat sein wahres Ich noch nicht entdeckt weil er irgendetwas für sich behauptet oder in Anspruch nimmt.
Vielleicht ist er ja nur einfach schon weiter als der Andere weil er ohne zu zaudern und ohne zu warten dass ein anderer für ihn sorgt dies einfach selbst in die Hand nimmt. Er sorgt gut für sich selbst. Jede Ersthelferfibel sagt dass zuallerst der Schutz der eigenen Person wichtig ist, und dann werden die anderen versorgt.

Ich glaube wir missverstehen uns da. Selbstliebe heißt nicht, dass man nicht für sich selbst sorgt. Selbstliebe heißt auch nicht dass jeder andere wichtiger geworden ist als ich selbst (Altruismus).

Selbstliebe und Egoismus sind psychologisch-spirituelle Phänomene und haben mit der darausfolgenden Tat nur indirekt was zu tun.
Aber derjenige, der behauptet (bewertet) der andere habe sein wahres Ich noch nicht entdeckt, kann das nur sagen weil er in dem Moment "Ich" ist, denn schließlich macht er einen Unterschied zwischen "Ich" und "Du".
Wer im Selbst ruht, einfach Selbst ist, bewertet weder sein eigenes Ich, noch das eines Anderen, da in diesem "Zustand" keine solche Differenzierung wahrgenommen wird.

Zitat von voice
ME würde Dein Ansatz darauf hinauslaufen dass wir uns letztliche alle Selbst aufgeben, niemand mehr auch nur irgendetwas will oder für sich beansprucht. Mag zwar ein schöner Glaubens-an-Satz sein aber nach meinem empfinden völlig am realen Leben vorbei.

Was "dein Du" Ansatz nennt, ist nicht eine Philosophie, die "mein Ich" sich aus Langeweile zurechtgeschustert hat. Es ist das bisschen Erfahrung, das im Inneren gespeichert bleibt, nachdem das vermeintliche Ich wieder aus dem Selbst auftaucht.

Es ist irgendwo Ich-"Aufgabe" und bewirkt Begierdelosigkeit, das stimmt, aber nur dann wenn das "Ich" sowieso nicht ist. Aber dann stört es das "Ich" auch nicht, weil es ja eben nicht ist. Daher ist der Begriff "Aufgabe" nur bedingt richtig, da es da kein "Ich" gibt, das etwas aufgeben müsste. Abgesehen davon ist das "Ich" sowieso nie gewesen, es ist nur als Illusion wirklich.

Aber was ist "reales Leben"? Was verstehst du darunter?

Zitat von voice
Nur bin ich eben Praktiker. Ein konkretes Beispiel aus dem Alltag zur Verdeutlichung dieses Satzes

Egoismus ist in dem Sinne die Konsequenz fehlender Selbstliebe.

Wäre sehr schön

Angenommen du hast eine Partnerin (oder Partner, wie auch immer), liebst dich aber selbst nicht.
Dann wirst du deinen Partner dazu benutzen, dass er/sie dir zeigt und nachweist, dass du tatsächlich liebenswert bist.

Oder anderes Beispiel: du liebst dich selbst nicht...dann kannst du auch nicht mit dir selbst alleine sein, weil dein "Ich" nur im Zusammenhang mit Anderen Sinn macht. Dann benutzt du deinen Partner dahingehend nicht alleine sein zu müssen.

Oder Freundschaft: Dann suchst du dir nur Freunde (und ihre Anwesenheit), damit dir jemand dein "Ich" als gutfunktionierendes und mehr als akzeptables Konstrukt bestätigt.

Was ich damit meine ist, dass für die mangelnde Selbstliebe Ersatz gefunden werden muss, und dieser Ersatz wird immer eigennützig sein. Und nicht nur eigennützig, sondern grundsätzlich immer nur auf dich, auf dein Ich bezogen.
Es kann zum Beispiel sein, dass du etwas für jemand anderen tust, was weder ihm, noch dir selbst als Egoismus erscheint...aber wenn du dich selbst nicht liebst, dann tust du es in jedem Fall nur als Mittel zum Zweck, zum Eigenzweck.

Und das ist keine Liebe, weder Selbstliebe, noch Nächstenliebe. Das ist nichts weiter als ein Kuhhandel.

Wenn du dich selbst liebst, also als das was einfach da ist, dann verfolgt deine Liebe keinerlei Zweck. Dann ist die Liebe sich selbst genug. Dann liebst du den anderen seiner Selbst wegen, nichts weiter.
Und nicht einmal das stimmt so richtig, sondern du liebst weil du einfach Liebe spürst.
Und selbst das sind falsche Worte, denn ein Ich und ein Du gibt es nicht.

Die präziseste Antwort wäre wohl: Die Liebe ist da, und sie liebt, weil sie es kann.


Aber bitte nicht alles allzu ernst nehmen, was hier gesagt wurde. Worte sind niemals Wahrheit! Sie können nur Andeutungen sein, und selbst dann sind sie völlig belanglos, weil das, was ist, immer das ist, was ist!

DieWölfin Offline




Beiträge: 1.751

17.10.2007 23:59
#17 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten
Zitat von Sam Adhi
Wenn ich mein Selbst nicht liebe (das was ich einfach bin), nicht annehme was es ist, dann fühle ich mich gespalten und unzufrieden, weil das Selbst grundsätzlich niemals etwas anderes sein kann als es selbst.

Und weil ich mit mir Selbst nicht glücklich bin, möchte ich es ändern. Ich möchte einen Weg finden glücklich zu sein, verdränge dabei und deswegen aber mein Selbst, weil es die "frohe Botschaft" für mich nicht parat hält.

Also versuche ich etwas anderes zu sein, was ich aber in Wirklichkeit niemals sein kann. So erschaffe ich zunächst eine fiktive Vorstellung von mir selbst, ich stülpe mir ein künstliches (von mir herbeigewünschtes) "Ich" über.

Da ich mir bei dieser Prozedur aber nur vormache etwas anderes zu sein als ich bin, muss ich alle anderen ebenso davon überzeugen, dass ich dieses "konstruierte Ich" wirklich bin, um nicht Gefahr zu laufen ständig daran erinnert zu werden, dass ich mir nur etwas vormache und plötzlich gezwungen bin meinem wahren Selbst, dass ich nicht akzeptiere, "in die Augen schauen zu müssen".

Als Konsequenz muss ich mein "konstruiertes Ich" auf Tod und Verderben gegenüber anderen verteidigen, die ihrerseits dasselbe tun. So kämpft jedes Ich um seine Position und Berechtigung.
Denn wenn der Andere mich durch seine Aussagen oder sein Handeln daran erinnert, dass im System (also im fiktiven Ich) ein Fehler vorliegt, bin ich genötigt, das, womit ich mich durch meine Selbst-Nichtakzeptanz identifiziert habe, in Frage zu stellen.
Dies würde aber einem Selbstmord, oder besser gesagt einem Ich-Mord gleichkommen, welchen ich aufgrund all der Mühe, die ich in meine Illusion gesteckt habe auf keinen Fall akzeptieren kann.

So bin ich letzten Endes gezwungen alles woran ich glaube, alles was dieses Ich ausmacht, als absolute Wahrheit, als den einzig möglichen, ultimativen Weg zu betrachten. Da der Weg aller anderen Ichs meinem Weg mehr oder minder widerspricht oder sich zumindest davon unterscheidet, sind alle anderen Störenfriede, gegen die ich mich verteidigen muss.

Letzten Endes ist dann alles was ich aus diesem Zustand heraus tue Eigennutz (Ego-Futter), auch wenn er sich hinter der Maske der Toleranz oder Akzeptanz verstecken mag.


Hallo *indieDiskuusionkurzeinschalt*

Frage: ist das was du da beschreibst nicht eher schon Narzissmus und nicht Egoismus?
Hört sich für mich jedenfalls so an....

Frage: Muß ich nicht, um meine Selbstliebe zu erhalten, auch für mich sorgen, daß es mir gut geht
und mich deshalb gegen "Schädliches" abgrenzen, bzw. aus Respekt mir selber gegenüber? Wäre das
nicht ein gesunder, positiver Egoismus zu nennen?

Gruß, die Wölfin
____________________________________________________________________
Weisheit ist, wenn du gelernt hast, jeden Schmerz zu überleben und wieder zu lachen....

Sam Adhi Offline




Beiträge: 126

18.10.2007 03:36
#18 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten

Zitat von DieWölfin
Frage: ist das was du da beschreibst nicht eher schon Narzissmus und nicht Egoismus?
Hört sich für mich jedenfalls so an....

Ja, das ist schon richtig, wenn man diese Wörter auseinanderdividieren möchte! Beides bedingt sich aber.
Begrifflichkeiten wie Narzissmus und Egoismus versuchen nur eine bestimmte Haltung deiner Selbst zu beschreiben. Aber beides bist du selbst nicht, daher sollte man nicht zuviel Wert auf diese Begriffe legen, sondern schauen was (man) wirklich ist.
Narzissmus ist Egoismus, ist gegenüber dem, was gemeinhin als reiner Egoismus bezeichnet wird nur von quantitativem Unterschied. Beides fällt letztlich in die gleiche Kategorie.

Zitat von DieWölfin
Frage: Muß ich nicht, um meine Selbstliebe zu erhalten, auch für mich sorgen, daß es mir gut geht
und mich deshalb gegen "Schädliches" abgrenzen, bzw. aus Respekt mir selber gegenüber? Wäre das
nicht ein gesunder, positiver Egoismus zu nennen?

Das ist auch wieder ein sozusagen "vokabuläres" Problem. :) Du siehst im Gegensatz zu mir, falls ich das richtig verstehe, Selbstliebe und Egoismus als qualitativen Unterschied, aber von gleicher Natur.
Anders gesagt: Für dich gibt es einen gesunden Egoismus, der Selbstliebe ist.

Nun bleibt zwischen deinem und meinem "Ich" die Frage bestehen was das Ich (das Ego) eigentlich ist. Und das Witzige an der ganzen Sache ist ja, dass genau bei dieser Fragestellung dein "Ich" scheinbar eine andere Definition kennt als mein "Ich".
Die Frage kommt also aus dem einen Ego, und die Antwort aus einem anderen Ego.
Wenn ich dir also nun zu antworten versuche, wird es kaum möglich sein Widersprüche bzw. Ungereimtheiten zu vermeiden.

Aber dein Selbst, dass nur Bewusstsein und Beobachter ist, ist essentiell identisch mit meinem Selbst. Das heißt, selbst wenn Unterschiede bestehen, so bleibt das, was diese Unterschiede erfährt, vollkommen unberührt.

Du fragst mich ob du nicht für dich sorgen und Schädliches abhalten solltest, aus Respekt dir selber gegenüber, und um deine Selbstliebe erhalten zu können.

Die Frage die ich dir als erstes stellen möchte, ist: Warum fragst du mich das, weißt du denn nicht was richtig ist?
Oder kennst du die Antwort für dich schon, hast sie bereits festgelegt, und es handelt sich lediglich um eine rhetorische Frage?

Wie auch immer.
Beobachte einfach mal, was genau in dir das denkt, was du denkst,... was dieses Ich, dass du für dich Selbst hältst wirklich ist! Woher deine Gedanken und deine Ansichten eigentlich kommen.

Es geht überhaupt (weder mir, noch allgemein) nicht darum, dass du dich veränderst, versuchst jemand anderes zu sein als du bist.
Es geht auch nicht darum das Ich zu verurteilen, es abzulehnen oder dergleichen, sondern durch Akzeptanz aller Gegebenheiten mit allem, was ist, leben zu können.

Tue was immer du willst, aber wenn dein Ich es tut, ist es halt nur Eigennutz.
Dein Selbst brauchst du in keinster Weise erhalten, weil es sowieso das Einzige ist, dass du jemals sein wirst. Demnach brauchst du es nur vollkommen anzunehmen.
Die Frage nach Erhaltung der Selbstliebe ist demnach Quatsch...denn entweder liebst du dich selbst oder eben nicht.
Und wenn du einfach liebst was du bist, dann ist das die größte Umsorgung, die größte Verantwortlichkeit, die du dir entgegenbringen kannst. Und damit hältst du mehr "Schädliches" ab als mit jeder anderen "Variante".

Sei nur was du bist, und erfreue dich daran!
Dann bist du dem Zustand (der allgemein als Erleuchtung bezeichnet wird) wesentlich näher als jeglicher Versuch, der aus deinem konditionierten Ich erwächst, jemals möglich machen kann!

arti Offline

Gast*


Beiträge: 41

18.10.2007 09:02
#19 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten

Zitat von voice
Zitat von arti
Zitat von voice
Zitat von arti
Zum Stichwort "Egoismus"...
Selbstliebe ist aber auch, dem eigenen Egoismus Grenzen zu setzen. Auch Egoismus kann ausufern...

LG, arti

Hast Du ein Beispiel speziell was den Zusammenhang Selbstliebe und Egoismus anbelangt ? Im Kontext mit ausuferndem Egoismus.
LG
voice

Exzesse jeglicher Art. Sie sind etwas, was zwar immer zum großen Pool der Erfahrungen gehören, aber mit zunehmender Reife obliegt es der persönlichen Entscheidung, was man seiner Seele antun möchte, was nicht. Man kanns natürlich auch laufen lassen...mit entsprechendem Ergebnis...
Lg, arti

mhh fällt mir ein wenig schwer da mitzugehen. Ein Exzess soll Egoismus sein? Mhh ..z.B. jemand ist Single, und ballert sich im stillen Kämmerlein zu bis zur Oberkante. Geht für mich eher in die Richtung Sucht als Egoismus.
Mh oder ist Sucht eine Form des Egoismus? Grübel....

Hallo voice,

ich merke gerade, daß ich nicht so dranbleiben kann, wie ich möchte, der thread entwickelt sich auch sehr stark in Richtung Advaita Vedanta ( Sam Adhi ), und so starke Affinitäten hab ich dahingehend nicht.

Also versuch ichs mal kurz und halt mich dann raus:
Auf Sucht wär ich jetzt gar nicht gekommen, sie ist natürlich auch exzessiv und selbstzerstörerisch, nur käme hier noch der Faktor "dauerhaft" und "regelmäßig" dazu.
Passender wäre vielleicht Übermaß, und das kann man praktisch in jedem Lebensbereich haben. Und, ja, Sucht gehört für mich zu Egoismus.

Advaita Vedanta - Leute definieren das, was unsereins Seele nennt oder höheres Selbst nennt, schon als "Ichstruktur", weil der Betrachter noch mit dranhängt bzw. etwas betrachtet werden kann. Zum Beispiel das "Zeuge-Sein" während einer Meditation.
Im Non-Dualismus des Advaita Vedanta gibt es einfach nur ein nicht zu definierendes "Nichts", das nur erfahren werden kann.

Unsereins, der Durchschnittsspirituelle sozusagen, macht ja da normalerweise eine Trennung zwischen "Höherem Selbst", also Seele, und dem Ego, der Persönlichkeit, also Deiner formierten Ichstruktur.

Und eine spirituelle Entwicklung formiert sich im Dialog zwischen Beiden. Jede"- lastigkeit" ist einer konstruktiven Entwicklung abträglich. Weder ist ein betonter Egoismus langfristig wachstumsfördernd, noch ist erzwungener Altruismus oder auferlegte Egolosigkeit eine Form, die eine integre Person ausmacht.

Und das hab ich eigentlich nur versucht anzudeuten. Integre Menschen haben eine gesunde Balance gefunden mit beidem.
Wann und ob Egolosigkeit ein spirituelles Ziel sein sollte, ist wieder eine andere Geschichte.

So long,
arti

--------------------------------------------------
U got B-day today ?
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http://www.youtube.com/watch?v=yj6cbM-h8xg

voice Offline




Beiträge: 257

18.10.2007 09:16
#20 RE: In Beziehung zu sich selbst Zitat · antworten

@ Sam Adhi

Grins na im Kern habe ich es ähnlich formuliert wie Du zumindest was die Praktische Auswirkung betrifft.

Zitat von voice



............
wenn ich ein gutes Verhältnis zu mir habe, sprich mich Selbst-liebe, muß ich nicht mit der Liebe eines Anderen meine eigenen Defizits-Löcher stopfen. Ergo es ist keine Abhängigkeit von der Zuneigung eines anderen sondern...Liebe. Aus dieser Konstellation heraus dann zu Gunsten des Anderen aus Liebe zu ihm zu entscheiden basiert dann auch wirklich auf Liebe und nicht auf der Erwartung für diesen Verzeicht etwas zu bekommen.
Sprich ich tue es mit frohem Herzen ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

wenn ich an mein handeln und tun anderen Gegenüber diese Meßlatte anlege, also nur noch dann zugunsten Anderer entscheide wenn diese Voraussetzung gegeben ist...was wäre dass ...Fantastisch wäre dass.. denn ich handle nur noch aus freien Stücken mit frohem Herzen....

wenn diese Meßlatte Egoismus ist, mh dann möchte ich sehr egoistisch sein und ich glaube dass sich dann der Kreis der Personen schnell enorm vergrößert..denn wer würde nicht gerne so einen glücklichen frohen Egoisten kennen



Dein Ansatz erinnert mich sehr an das Buch Pfad der Wandlung dass ich einmal gelesen habe. Habe diesen Prozess auch durchschritten.

Woher nimmst du die Gewissheit das mein Bild das ich von meinem Selbst habe nicht dem entspricht was es wirklich ist? Was den Prozess betrifft - Entdeckungsfrage Ist dass was ich für mein ich halte tatsächlich mein Selbst - Hinterfragung - Ausgrabung des Selbst - Transport des Selbst ins Ich - Auflösung von alten Mustern -
Verstrickungen des "alten" Ich auflösen - stimme ich dir zu....
Doch es ist mE kein Dogma dass das "alte" Ich nicht auflösbar ist, auch die Verschmelzung des Selbst mit einem "neuen" Ich stellt für mich keinen Widerspruch dar.
Ich glaube nicht dass es auf einer körperlichen Seinsebene möglich ist ein Ich dauerhaft vollkommen aufzulösen, in meinen Augen absolut illosorisch und auch mE nicht die Aufgabe innerhalb dieser Ebene.

Reales Leben ist für mich die Ebene auf der ich mich befinde in seiner Vollständigkeit anzunehmen und zu akzeptieren dass wir hier Menschen aus Fleisch und Blut sind u.a. einen körperlichen Seinsauftrag haben.
Und nicht sich nur auf den mentalen geistigen Teil zu beschränken. Dazu gehört für mich auch das annehmen
der Urprägung des Menschen z.B. sich fortzupflanzen und vor allem körperlich zu überleben. Egoismus. Diese Dinge ablegen zu wollen auf dieser Ebene ist für mich eine Verleugnung des Menschseins und in meinen Augen schlichtweg falsch. Aber wie gesagt ...in meinen Augen

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