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Dieses Thema hat 27 Antworten
und wurde 2.007 mal aufgerufen
 Hypnose im Alltag
Seiten 1 | 2 | 3
Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

05.11.2007 00:42
#11 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten

Zitat von arti

Hm, ...also ich find schon , daß die Äußere der Inneren folgt. Und somit die Erlebnisqualität eindeutig von innerer Wandlungsfähigkeit abhängt. Wenn ich nicht flexibel auf äußere Erlebnisse reagieren kann, also antworten kann, wird auch durch interne Starre sich wenig im äußeren Leben ändern und es werden eventuell immer wieder diesselben Erlebnisse, in vielleicht anderer Kolorierung, wiederkehren.

Macht ja nix, der eine scheut die Veränderung, der andere braucht sie dringend, quasi als Lebenselixir.

arti



Om shanthi
arti,

das denke ich auch. Im I-Ging gibt es das Zeichen der Brunnen. Darin heißt es sinngemäß wie ich das jetzt erinnere.
"Egal wo man hingeht, man nimmt immer den inneren Brunnen mit aus dem man schöpfen kann".
Auch wenn man versucht durch räumliche Veränderung sein Leben zu gestalten, ändert dies die qualität des Brunnens aus dem heraus der mensch wirkt, nicht.
Die innere Umgestaltung, die innere Transfomation erst, schafft im Außen wirklich einen Wandel.

Liebe Grüsse
Rembrand

Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

05.11.2007 00:42
#12 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten
ö
Bonobo Offline

Admin


Beiträge: 902

05.11.2007 00:57
#13 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten

Zitat von Rembrand



Om shanthi
Bonobo,
dieser Gedanke ist nicht auszuschließen.
MATRIX Träume.
Bis hin zu Bischof Berkeley, alles was wir sehen sind nicht die Dinge an sich, sondern ist Bewußtsein.
Der Mensch lebt im göttlichem Bewußtsein.

Liebe Grüsse
Rembrand


Wer ist denn Bischof Berkely?


In Anbetracht der Tatsache, dass alles ja nur aus annähernd NICHTS besteht, finde ich den Gedanken zumindest nicht ganz abwegig.

Wobei NICHTS sicher nicht der richtige Ausdruck ist. Aber wie will man etwas benennen, das man sich ja nicht mal vorstellen kann? (oder soll?)

_________________________________________________
DIE WAHRHEIT ÄNDERT SICH NICHT,
NUR WEIL SIE VON DER MEHRHEIT GEGLAUBT,
ODER AUCH NICHT GEGLAUBT WIRD !

Giordano Bruno 1548 - 1600

Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

05.11.2007 01:11
#14 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten

Zitat von Amon Urmeli
Hallo Rembrandt

Ich würde auch fragen: was ist überhaupt Realität? Um ihren Wandel im Innen und Außen zu beobachten, muß ich sie identifizieren können, die Gute. Was genau in meiner Wahrnehmung, die mir ggf. von unterschiedlichen Realitäten erzählt (z.B. verschiedene Beiträge in einem Thread), ist die Realität? Was ist Realität, unabhängig von Innen und Aussen, verstehst Du? Was ist Realität "in Wahrheit", in der diese Trennung des Innen vom Aussen ja Illusion ist? Das Ziel ist ja, die Trennung des Innen und des Aussen zu überwinden und sich als Individuum zu öffnen und mit der Aussenwelt in einen kommunikativ heilsamen, evolutiven, schöpferischen Entfaltungsprozeß der menschlichen Art zu geraten, der Zeit in irgendeiner Weise für Menschen förderlich gestaltet (menschliche Existenz).

Daher ist eigentlich die Vorgehensweise zunächst einmal das Ziel (Realität) zu identifizieren und in der eigenen Wahrnehmung anzunehmen für das Hier und Jetzt. Dat wär ziemlich genau aufn Punkt kommn. Und dies ist reale Wahrheit, jetzt in diesem Moment gerade, in dem Du das hier liest. Das ist Hier und Jetzt und nicht mehr, das ist reale Wahrheit. Alles was im Hintergrund durch Dein Universum schwirrt ist nicht Realität, sondern Teil Deiner Wahrnehmung, die Innen und Aussen trennt, weil sie in Gottes Anatomie aus einem menschlichen Körper heraus geschieht.

Wenn das Hier und Jetzt hier und jetzt für Dich reale Wahrheit ist, dann kannst Du ab dem nächsten Moment Alles vollständig gestalten. Einmal Hier und Jetzt, das reicht um Realität zu erfahren. Dafür muß man sie hier und jetzt annehmen. Es geht nicht dran vorbei, man kann das nur üben und versuchen, den Zustand der Achtsamkeit auf und Aufmerksamkeit für die Realität zu verlängern. Immer wenn man nicht im Hier und Jetzt und in der Realität ist, geschieht alles andere, das nicht Annehmen des Hier und Jetzt ist. Das sind dann die Wandelzeiten des Geistes im Körper, im Erleben einer holographischen autobiographischen Geschichte, die den Körper der Menschheit gestaltet (Evolution, Gene, Heilung).

Der freie Geist aber, der im Hier und Jetzt in der Realität wohnt in einem Tempel, der gestaltet die Spieloberfläche, in der alle diese Biographien erlebt werden können. Er ist Engelchen oder Teufelchen und die anderen sind Herden von Schafen, deren Kulturbildung es zu gestalten gilt, bis das Tierische raus ist und die Evolution friedlich endet. Und das alles ohne Gewalt. (falls die Zeiträume zwischen den Eiszeiten und nonvitalen planetaren Phasen mal lang genug waren um das gesamte genetische Material zu entfalten- was nicht zu vermuten ist, sonst hätten uns "die Alten" ja schon besucht, die mit ihren Weltraumschüsseln mit Gurkenscheibenantrieb dann ja abgehoben sein sollten.)

ja was willste noch wissen?



Om shanthi
Amon Urmeli,

jetzt habe ich sehr fasziniert Deine Worte gelesen. Du hast da einen Haufen auf wenige Zeilen komprimiert gepackt.
Vielen Dank für den Einblick.
Übrigens, mein Nick wird nur mit "d" geschrieben, wie ich schon in meiner "Vorstellung" geschrieben habe, nicht wie der van Dyke mit "dt"!!

Die Trennung zwischen innen und außen ist aber zunächst mal da.

Meistens, eigentlich immer, stimmt die äußere Realität nicht mit unserer inneren Realität überein. Es ist zum davon laufen. "Was ich haben will, das krieg ich nicht und was ich kriegen kann, das gefällt mir nicht."

Gern wollen wir unsere inneren Erwartungen mit Druck durchsetzen, damit sie sich im außen erfüllen. Benutzen das Konzept "Konflikt/Streit", um bei unserem Gegenüber ordentliche Überzeugungsarbeit durchzuführen. Dies hat nicht selten zur Folge, das uns ähnliche Mittel entgegengebracht werden sozusagen als Antwort auf unsere Intervention.
Erwartungen durchsetzen wollen, geht nicht.
Da gegen, wo gegen wir Widerstand leisten, dessen Opfer werden wir.
Druck erzeugt Gegendruck.


Ein anderer Weg ist - ich gleiche die Unterschiedlichen Realitäten an.
Brücken bauen.
Ich gehe bewußt in Interaktion.
Wie kann ich Verbindungen herstellen?


Liebe Grüsse
Rembrand




Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

05.11.2007 01:24
#15 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten

Zitat von Bonobo


Wer ist denn Bischof Berkely?


... in einem Gesprächskreis hatte ich vor kurzem mit ihm zu tun, d.h. fiel er mir ein ...
Ich kopier mal kurz was aus wiki raus.

George Berkeley (* 12. März 1685 in der Grafschaft Kilkenny (Irland); † 14. Januar 1753 in Oxford) war ein irischer Theologe, Empirist und Philosoph der Aufklärung.

Berkeleys wichtigster Beitrag zur Philosophie, insbesondere der Erkenntnistheorie, ist sein radikaler subjektiver Idealismus. Berkeleys Grundgedanke kommt im Satz esse est percipi, oder esse est percipi (vel percipere) („Sein heißt Wahrgenommenwerden [oder Wahrnehmen]“) zum Ausdruck. Danach ist das Sein einer Sache gleichbedeutend mit ihrem Wahrgenommenwerden. Für Berkeley sind nur Wahrnehmungen und wahrnehmende Subjekte existent. Eine von der menschlichen Wahrnehmung unabhängige für sich bestehende Außenwelt hält er für einen Widerspruch in sich, weil diese weder erkennbar, noch aufweisbar oder qualitativ beschreibbar ist. Solche "leeren" Begriffe haben nach Berkeley in der Philosophie nichts zu suchen. Dies gilt auch für die Begriffe „absoluter Raum“ und „absolute Zeit“ in der Naturwissenschaft Isaac Newtons.

Da Berkeley unterstellte, dass die Welt nichts anderes als ein Phänomen des menschlichen Bewusstseins ist, ist eine Konsequenz seiner Überlegungen, dass die Welt abhängig ist von ihrem Beobachter. Auch damit scheint er die Aussagen von Relativitäts- und Quantentheorie vorwegzunehmen. Hiervon ist Berkeley jedoch weit entfernt: die Ideen, an denen wir dank unserer Seele teilhaben, sind nach seiner Auffassung auf den göttlichen Geist zurückzuführen. „Die ganze Natur um uns herum und unser ganzes Dasein ruhen in Gott. Er ist die alleinige Ursache.“ So ist Gott auch nicht der Schöpfer des newtonschen „Uhrwerks“, das auch ohne Gott funktioniert und das letztlich zum Werden eines (z.B.) Baumes geführt hat, sondern unsere Wahrnehmung eines Baumes ist eine Idee, die der Geist Gottes in uns hervorgerufen hat. Dieser „Baum“ existiert, auch wenn niemand da ist, der ihn wahrnehmen kann – eben weil Gott (immer) da ist.

Bemerkenswert sind auch seine Beiträge zu Mathematik und Ökonomie. In seiner Abhandlung The analyst: or a discourse addressed to an infidel mathematician legte er dar, dass die von Newton und Leibniz entwickelte Differential- bzw. Integralrechnung zwar korrekte Resultate liefert, jedoch auf logisch zweifelhaften Grundlagen beruhe.

Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

05.11.2007 01:32
#16 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten
Zitat von Bonobo

In Anbetracht der Tatsache, dass alles ja nur aus annähernd NICHTS besteht, finde ich den Gedanken zumindest nicht ganz abwegig.

Wobei NICHTS sicher nicht der richtige Ausdruck ist. Aber wie will man etwas benennen, das man sich ja nicht mal vorstellen kann? (oder soll?)


Om shanthi
Bonobo,
das da lese ich ausgesprochen gern.
Kannst Du darüber noch etwas deutlicher schreiben?

Liebe Grüsse
Rembrand
Amon Urmeli Offline



Beiträge: 103

05.11.2007 07:32
#17 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten
Zitat von Rembrand

Om shanthi
Amon Urmeli,

jetzt habe ich sehr fasziniert Deine Worte gelesen. Du hast da einen Haufen auf wenige Zeilen komprimiert gepackt.
Vielen Dank für den Einblick.
Übrigens, mein Nick wird nur mit "d" geschrieben, wie ich schon in meiner "Vorstellung" geschrieben habe, nicht wie der van Dyke mit "dt"!!

Die Trennung zwischen innen und außen ist aber zunächst mal da.

Meistens, eigentlich immer, stimmt die äußere Realität nicht mit unserer inneren Realität überein. Es ist zum davon laufen. "Was ich haben will, das krieg ich nicht und was ich kriegen kann, das gefällt mir nicht."

Gern wollen wir unsere inneren Erwartungen mit Druck durchsetzen, damit sie sich im außen erfüllen. Benutzen das Konzept "Konflikt/Streit", um bei unserem Gegenüber ordentliche Überzeugungsarbeit durchzuführen. Dies hat nicht selten zur Folge, das uns ähnliche Mittel entgegengebracht werden sozusagen als Antwort auf unsere Intervention.
Erwartungen durchsetzen wollen, geht nicht.
Da gegen, wo gegen wir Widerstand leisten, dessen Opfer werden wir.
Druck erzeugt Gegendruck.


Ein anderer Weg ist - ich gleiche die Unterschiedlichen Realitäten an.
Brücken bauen.
Ich gehe bewußt in Interaktion.
Wie kann ich Verbindungen herstellen?


Liebe Grüsse
Rembrand

Hallo Rembrand,
entschuldige den Durbotiesel (dt), ich merkte es wohl beim Schreiben. Ich bin übrigens in einem Ort namens Brand aufgewachsen und hatte dort intensive Rem-Schlaf-Phasen. Bin also quasi ebenfalls ein geRembrand-tes Kind.

"Innere Zerrissenheit" fällt mir ein beim Lesen Deiner Schilderung, wie Du das Innen und das Aussen als getrennt wahrnimmst- wenn Du es so wahrnimmst. Vielleicht betrachtest Du diese Dinge ja auch nur theoretisch. Daher reflektiere ich mich selber, statt zuviel auf Dich zu projizieren. Mag sein, daß ich dadurch ein wenig von dem Pfad abkomme, wie sich die Realität bilde.

Da sind also zwei Realitäten nebeneinander, kann man das sagen? Und beide laufen nicht synchron ineinander, die Rädchen im Innen bewegen nicht die Rädchen im Aussen, sondern verhaken sich scheint's mit ihnen und in sich selber. Das mit dem Druck/Gegendruck, den man erfährt, könnte ja dann als Versuch gesehen werden, beides synchron ineinander zu legen bzw. ineinander greifen zu lassen.

Ineinander greifen und dennoch nicht eingreifen und dennoch gestalten- schwierig. Gelingt das überhaupt alleine, oder benötigt man ein Netzwerk, um Innen und Aussen synchronisiert zu bekommen? Man kann ja nicht alles gleich gut.

Angenommen ich empfinde mich z.B. als synchron, gell? Ich erlebe diese Trennung der Intentionen des Innen und Aussen nicht (mehr) und erreiche meine persönlichen Ziele täglich in dem Tempo, in dem meine Füsse und Hände und der ganze Rest es bewegen. Ich erlebe nicht, daß ich Zeit verschwende, nicht einen meiner Gedanken empfinde ich mehr "für die Tonne", weil sich die Stimmungs-Qualität immer etwas über Normalnull aufhält.

Jetzt könnte ich viel erzählen, wie es dazu gekommen ist und wie ruhig mein beruflicher und persönlicher Alltag dann aussieht und wie sehr diese Dinge ineinandergreifen, auch personell. Aber wichtiger ist eigentlich, daß ich konkrete Ziele für mich selber plane. Wo will ich in einem Jahr sein, wo in dreien, wo in fünfen, in zehn, in 15, in 20 Jahren? Was ist mein persönliches Interesse und mein Wunsch, ganz unabhängig z.B. betrachtet von einem Arbeitsmarkt? Ist zum Beispiel mein Hobby dazu geeignet zum Beruf zu werden, wieviel Geld und Zeit muß ich investieren um das zu erreichen und womit werde ich das notwendige Kapital verdienen, um mir dann meinen Traum zu erfüllen? Was sind die nächsten Schritte, womit muß ich mich befassen, was ist jetzt meine Aufgabe, die ich gerne annehme, um mein Ziel zu erreichen?

Wenn man natürlich dem Konsum hinterher hängt oder angenehmeren Lebensumständen, dann erreicht man dieses Ineinandergreifens-Empfinden nicht. Schon gar nicht aus dem Empfinden heraus, jetzt im Moment defizitär zu sein. Das Wissen über die eigenen Defizite ist ja die Grundlage dafür, diese durch Lernen, Üben, "Arbeit" etc. auszuräumen. Wenn man das Gelernte dann auch integriert und anwendet und laufend weiterlernt, sich v.a. über Wahrgenommenes und Gelerntes austauscht, also von anderen lernt und andere am eigenen Erlernten teilhaben läßt, dann müßte nach meinem Dafürhalten eigentlich alles immer besser werden. Es macht nicht Peng und es ist synchron, es ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozeß im Management des eigenen Talents und in der Frage, was davon wie wo auf die Welt gehört.

Eine gute Psychohygiene ist auch nicht verkehrt, über kurz oder lang lernt man ja vielleicht sogar wieder den Ausknopf für Gedanken kennen, falls man den verloren hatte. Oder man entfilzt mal den inneren Schilderwald, der einem die Gedankenentfaltung wie richtet. Manche Straßen sind nämlich als Sackgasse ausgeschildert, obwohl sie gar keine sind. Und nur im Geiste guckt beim Überschreiten der Kreuzung diagonal bei rot kein Kind zu. Also dort machen was immer erlaubt oder unerlaubt ist, genau erfassen, was förderlich für einen selber ist und was nicht und dann die berühmte Disziplin an den Tag legen. Gut ist, wenn man eine Sache hat, die man immer macht, nebenher, das hilft beim Überwinden von Ängsten durch Bewußtbleiben bei dieser einen Tätigkeit, die immer synchron ist und immer in der Aufmerksamkeit bleibt. Atmen ist ein populäres Beispiel, das machen ja auch die meisten eh mehrmals täglich.

jo, alles wieder schnelle Gedanken dazu, aus der Mangel der Zeit.
Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

05.11.2007 12:31
#18 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten


Om shanthi
Amon Urmeli,
Deine Gedankengänge sind so schnell, das ich kaum hinterher komme.
Verliere im laufe Deiner Zeilen allerdings den Faden und damit auch die Übersicht und den Zusammenhang.
Meine innere Vorstellung wie ein Text geschrieben ist, der kein Selbstgespräch ist, sondern dem Austausch dient, stimmt mit der äußeren Realität, wie ich Deine Zeilen wahrnehme, nicht über ein.
Obwohl ich selber lange Texte kreiere, verstehe ich den Wunsch mancher User um so besser die gern "kurz und knackiges" von mir lesen wollen, ohne große Schleifen.

Liebe Grüsse
Rembrand

Amon Urmeli Offline



Beiträge: 103

05.11.2007 13:38
#19 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten
hm, was machen wir da? Muß ich mein Verhalten mich auszudrücken ändern, oder mußt Du die Aufmerksamkeit beim Lesen erhöhen? Wenn ich den Text lese, komme ich ohne Probleme mit vollem Verständnis für jedes Wort hindurch. Eigentlich wieder ein einziger konsistenter Gedankengang bergabwärts, der nur inkonsistent wird, wenn man mit der Aufmerksamkeit beim Lesen den roten Faden nicht aufgreift.
Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich (neuronale) Verknüpfungen in uns sind, und wie sie Zusammenhänge innendrin sehen und darstellen und wie real uns das Ganze individuell erscheint, was jetzt im Moment vor dem Auge ist. Findet es schon Einlaß in unsere Konzentration, oder verläßt uns die Verbindung zwischen Auge, innerem Hören des gelesenen Wortes, gelassenem verständigem Zuhören?

Auch sieht man an unserem Beispiel, wie Mitteilungen unterschiedlich als Austausch oder Kommunikation empfunden werden. Ist es jetzt innere oder äussere Realität, daß wir davon betroffen sind, und wessen? Oder dürfen wird das wählen? Die Unterschiedlichkeit hat sicher etwas mit der Kommunikationskultur zu tun, in der man lebt, oder meinst Du nicht, dat "Milieu"?

Macht man sich während des Zuhörens/Lesens die Wahrheit des anderen Silbe für Silbe zueigen, ist das wirklich so aufmerksam füreinander gewesen im Elternhaus, in der Schule, während der Ausbildung, im Beruf, in der eigenen Familie und sich selber gegenüber und den eigenen Gedanken? Bleibt man laufend bei der eigenen Sache, die man tut, und wenn es Lesen unbekannten, ungewohnten Textes ist, eines neuen Menschen im Leben, mit neuen Texten, die man nicht kennt?
Oder sucht man im Gelesenen/Gehörten nach Wahrheit oder Unwahrheit (für sich selber), weil man es im Leben so erfahren und sich Denk-, Hör und Kommunikationskultur angewöhnt hat? Was genau passiert da in uns, wenn die Aufmerksamkeit wegbricht und die Verbindung Auge-Verstehen ausfällt? Das wäre doch mal interessant zu erfahren, vielleicht erledigt sich dann auch das Problem mit der Realität von alleine.

komme mir vor wie ein alien...
Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

05.11.2007 14:57
#20 RE: Wie bildet sich Realität? Zitat · antworten
Zitat von Amon Urmeli
hm, was machen wir da?
Muß ich mein Verhalten mich auszudrücken ändern, oder mußt Du die Aufmerksamkeit beim Lesen erhöhen?


Die wesentlichste Kommunikationsregel, die es zu beachten gilt, ist:
Die Intensität bestimmt immer der Empfänger.

Wenn Du denn, also in diesem Fall von mir, verstanden werden willst, falls das so ist, wäre es für eine Interaktion zwischen uns beiden sehr vorteilhaft, Dich auf mich einzufädeln, wenn Du mir etwas sagen willst.
Das mit den Neuronenbahnen etc. ist bestimmt möglich, ganz sicher. Aber bitte glaube mir, ich gebe mir wirklich Mühe Deinen Worten zu folgen.

Zitat von Amon Urmeli
Wenn ich den Text lese, komme ich ohne Probleme mit vollem Verständnis für jedes Wort hindurch.

Das wundert mich nicht, es ist Deine Art zu denken, es sind Deine Gedanken! Wäre doch wiklich seltsam, wenn Du Dich da nicht zurecht finden würdest.

Zitat von Amon Urmeli
Eigentlich wieder ein einziger konsistenter Gedankengang bergabwärts,

?? Aha ... okay ...

Zitat von Amon Urmeli
der nur inkonsistent wird, wenn man mit der Aufmerksamkeit beim Lesen den roten Faden nicht aufgreift.

Ein echter Rüffel für mich.
Entweder Faulheit oder Dummheit meinerseits. Ist das nun Wahr oder eine Unterstellung von Dir?
Nur weil ich Dir ehrlich mitteilte wie es mir mit Deinem Text ging.
Darüber könnte ich mich nun ordentlich ärgern und ich würde Dich immer noch nicht verstehen.
Aber es Zeigt mir: Du fühlst so, Du denkst so und Du sprichst wahrscheinlich so und so bist Du nun Mal.
Das konnte ich vorher nicht wissen, aber so lernt man sich kennen und dadurch wird "unsere" "gemeinsame" Realität beeinflusst.
Das akzeptiere ich denn.

Zitat von Amon Urmeli
Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich (neuronale) Verknüpfungen in uns sind, und wie sie Zusammenhänge innendrin sehen und darstellen und wie real uns das Ganze individuell erscheint, was jetzt im Moment vor dem Auge ist. Findet es schon Einlaß in unsere Konzentration, oder verläßt uns die Verbindung zwischen Auge, innerem Hören des gelesenen Wortes, gelassenem verständigem Zuhören?


Wie schon gesagt ... das mit den Neuronen und so ... alles sehr verschlungen ... ja sehr individuell ...
Na ja ... ist da nichts ... dann geht das schnell verloren und findet gar nicht erst Einlaß und läuft in die Richtung "ich blätter mal weiter", das ist das Drama eines jeden Reporters, Autors, Werbefritzen.
Wie erreiche ich den anderen wirklich?
Was kann ich dafür tun?


Zitat von Amon Urmeli
Auch sieht man an unserem Beispiel, wie Mitteilungen unterschiedlich als Austausch oder Kommunikation empfunden werden.


Hmm ...

Zitat von Amon Urmeli
Ist es jetzt innere oder äussere Realität, daß wir davon betroffen sind, und wessen?


Uiii ...
Es geht da um ein Dialogisches Prinzip.
Vom ICH kommuniziert zum DU ... oder so ...
Etwas Ordnung halten ist da ganz gut.

Zitat von Amon Urmeli
Oder dürfen wird das wählen?


??????????? HÄ?

Zitat von Amon Urmeli
Die Unterschiedlichkeit hat sicher etwas mit der Kommunikationskultur zu tun, in der man lebt, oder meinst Du nicht, dat "Milieu"?


Also damit hast Du bestimmt recht.
Der Begriff "Milieu" wird von mir kaum benutzt, von daher ist er für mich nicht Meinungsbildend.

Zitat von Amon Urmeli
Macht man sich während des Zuhörens/Lesens die Wahrheit des anderen Silbe für Silbe zueigen, ist das wirklich so aufmerksam füreinander gewesen im Elternhaus, in der Schule, während der Ausbildung, im Beruf, in der eigenen Familie und sich selber gegenüber und den eigenen Gedanken?


Und was meinst Du, wie spielen diese Erfahrungen eine Rolle?

Zitat von Amon Urmeli
Bleibt man laufend bei der eigenen Sache, die man tut, und wenn es Lesen unbekannten, ungewohnten Textes ist, eines neuen Menschen im Leben, mit neuen Texten, die man nicht kennt?


Wie gehst Du mit solchen Situationen um?
Wie regelst Du das, wenn Du sowas erlebst?

Zitat von Amon Urmeli
Oder sucht man im Gelesenen/Gehörten nach Wahrheit oder Unwahrheit (für sich selber), weil man es im Leben so erfahren und sich Denk-, Hör und Kommunikationskultur angewöhnt hat?


Wenn ich in Deinen Zeilen "man" lese, sprichst Du doch sicherlich von Dir oder?
Hast Du das also so erfahren?

Zitat von Amon Urmeli
Was genau passiert da in uns, wenn die Aufmerksamkeit wegbricht und die Verbindung Auge-Verstehen ausfällt?

Erzähl mal, was passiert dann bei Dir?

[quote="Amon Urmeli"]Das wäre doch mal interessant zu erfahren, vielleicht erledigt sich dann auch das Problem mit der Realität von alleine.

Hmm ... die Realität selber ist glaube ich kaum ein Problem. Die Realität hat auch kein Problem, sie funktioniert und man kann sie durchaus für sich gestalten.

[quote="Amon Urmeli"]komme mir vor wie ein alien...


Wie können Aliens miteinander in eine gegenseitig förderliche Interaktion treten?
Aus welcher Ecke des Universums bist Du denn hier her gekommen, um was zu erleben?

Liebe Grüße
Rembrand
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