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Sam Adhi
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BeitragNr:12825 01.02.2008 08:58 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Ja, aber keiner brauch die rote Uniform um zu kapieren. War ja auch nur ein Spiel....eine psychologische Prüfung, ein Zeichen nach außen. Sannyasins sind Menschen wie du und ich. Die einen verbohrt, die anderen offen. Aber prozentual gesehen sind es zumindest recht viele lockere Leute. Man kann halt auch eine freie Bewegung zur Doktrin machen....der Mensch in seinen gewohnten Mustern tendiert scheinbar dazu. Es geht schlussendlich auch nicht um Sannyas, sondern um Transformation. Osho ist ein Mittel, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Sich zu versteifen ist immer unproduktiv, da es das Potential begrenzt. Hauptsache Fortschritt! :)
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green
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BeitragNr:12828 01.02.2008 09:19 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Sam Adhi
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BeitragNr:12829 01.02.2008 09:47 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Selbstverständlich!... aber das Motiv ist ein anderes. Das eine soll Autorität und Macht symbolisieren, es soll einschüchtern und eine Form von Ängstlichkeit bewirken. Das andere soll "Andersheit" darstellen, eine Art erzwungenes "Outing", eine Konfrontation gegenüber dem, in normalen Bahnen verlaufenden, Verstand. Es soll die Blicke auf sich ziehen um die Bewegung bekannt zu machen, und den Schüler mit seinem eigenen Ego zu fronten. Das eine wirkt destruktiv, das andere kreativ.
Übrigens wurden die roten Roben nach einer gewissen Zeit abgelegt, und keiner war mehr als "Oshianer" identifizierbar.
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green
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BeitragNr:12830 01.02.2008 10:03 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Sam Adhi
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BeitragNr:12849 01.02.2008 21:13 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Finde nicht das dies zu weit wegführt. Im Gegenteil kommst du letztlich damit zum eigentlichen Thema dieses Threads ja zurück. :) Es ist vollkommen richtig was du sagst. Es führt zu Depersonalisierung, oder sagen wir besser und genauer, zu einem Gefühl dahingehend. Ob damit aber eine allgemeine Unverantwortlichkeit für das eigene Tun einhergeht muss ich anzweifeln.
Was ich in diesem Kontext für wichtig erachte, ist die Frage was eigentlich gegen eine Depersonalisierung spricht. Ist es nicht ein deutlicher Bestandteil spiritueller "Übung" sein eigenes Ego, sein Ich, also die Person bzw. Persönlichkeit hinter sich zu lassen? Ist nicht auch Religion ein Mittel mich selbst als Nicht-Tuenden zu begreifen, und zu erkennen das eben nur das Göttliche der Macher von Allem ist? Letztlich scheint es doch Ziel dieser Suche zu sein, sich selbst aufzugeben und in einen Gefühls- oder Bewusstseinszustand der Einheit aufzugehen, so dass das ICH dem WIR weichen muss. Selbst das WIR soll dabei verlorengehen, und der Erkenntnis von "es ist einfach, was ist" Platz machen.
Meine Frage ist also ob Depersonalisierung wirklich vermieden werden sollte oder ob es nicht vielleicht sogar wünschenswert ist?! Selbstverständlich lehnt sich das oftmals dominante Ego gegen eine solche Lösung auf, und bewirkt somit ein Gefühl tiefgreifender Existenzangst. Aber genau dies möchte man als Suchender doch transzendieren. Die eigentliche Frage bzw. das Problem ist in meinem Verständnis also eher, wer oder was in einem selbst eigentlich gegen eine Depersonalisierung ist?! Ist es wirklich "schlecht", oder ist da nur eine Stimme im Kopf, die das regelmäßig behauptet?
Wir müssen immer bedenken, dass unsere Ansichten ja nur bedingt richtig sein können weil wir eigentlich einem inneren Mechanismus unterliegen, der unsere Ansichten auf subtile Weise manipuliert. Ich behaupte mal, dass wir dahingehend aufgeklärt sind. Merkwürdigerweise ist diese Information für uns aber meist nur Theorie und Ideal, findet in der Praxis jedoch nur selten Anwendung.
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green
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BeitragNr:12856 01.02.2008 22:57 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Sam Adhi
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BeitragNr:12865 02.02.2008 00:56 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Ok...jetzt verstehe ich deine Ansicht besser. Kann ich auch absolut nachvollziehen, da der Schritt einem Guru das Herz zu schenken für mich auch lange Zeit ein Ding der Unmöglichkeit gewesen war, was aber nicht bedeuten soll, dass meine neue Einstellung diesbezüglich für eine besondere Reife steht oder für Weiterentwicklung im Allgemeinen. Ich halte einen Weg ohne menschlichen Guru für genauso fruchtbar. Eins muss ich vielleicht dazu sagen, weil du in deinem Beitrag, falls ich ihn auch richtig verstanden habe, einen Unterschied zwischen "Gott" und Guru machst. Für den Jünger ist der Guru mehr oder weniger gleichbedeutend mit Gott, da er für ihn eine Manifestation dessen ist. Für ihn bildet der Guru, der Erleuchtete, also einen direkten Zugang zum Göttlichen. Es wäre jetzt Schwachsinn darüber zu diskutieren ob die Verehrung eines Gurus sinnvoll sei. Aber zum besseren Verständnis möchte ich dennoch ein Beispiel anbringen, das fast jeder kennt. In einer Partnerschaft oder auch Freundschaft z.B. ist die Frage nach dem Sinn und Zweck unbedeutend. Liebe lässt sich nicht intellektuell erklären. Trotzdem ist der Partner für mich in vielen Hinsichten wertvoll, obwohl eben kein spezielles Ziel erkennbar ist. Liebe ist unlogisch und so gesehen sinnlos.....und Liebe ist auch auf eine gewisse Art "gefährlich", weil sie mein "ich" ebenso in Frage stellt. Die Liebe zu einem Guru ist die Liebe zu einem Freund, der mir nebenbei hilft besser zu verstehen, und mich vor eventuellen Abwegen beschützt, weil er sich in dieser "Materie" einfach besser auskennt. Wenn die Verehrung eines Meisters aus ideologischen Gründen geschieht ist es schädlich, geschieht es aus Liebe ist es förderlich. Ich sage gezielt nicht "notwendig", sondern "förderlich". Trotzallem sind die Chancen auf dem spirituellen Weg entscheidend weiter zu kommen viel eher gegeben wenn man einen Kenner vor sich hat. So ist es auch bei den Eltern, die einem helfen in die Welt eingeführt zu werden, weil sie sich auskennen.
Der Drang des Menschen sich selbst zu behaupten, und sich nur ungern zu unterwerfen, liegt für mich in der Pubertät begründet, die das "Nein"-Sagen als entscheidend erachtet. Die Skepsis gegenüber Autoritäten wird hier geprägt, und macht auch in vielen Dingen Sinn. Ist aber destruktiv wenn sie genereller Zustand wird. Das "Ja"-Sagen muss (wieder-)erlernt werden und bedarf zweifelsohne des Vertrauens und der Selbstaufgabe. Es kann deswegen auch aus gesteigerter Intelligenz und maßgebender Einsicht eine Selbstaufgabe entstehen, die den Meister willentlich als Vormund zulässt. Für viele mag dies befremdlich wirken, kann aber nur aufgrund dessen nicht als allgemein gültig betrachtet werden.
Es gibt im Allgemeinen keinen konkreten Weg, der zur Wahrheit führt. Aber der Guru ist ein legitimes Mittel um genau dies mit voller Bewusstheit zu begreifen. So hat auch Jiddu Krishnamurti im Endeffekt als Meister gewirkt, auch wenn seine Aussagen diesen Schluss nur schwerlich zulassen.
Es gibt ein schönes Beispiel des Orients: Viele Finger zeigen auf einen Mond. Geht es um die Finger, oder darum worauf diese zeigen? Die Finger unterscheiden sich augenscheinlich, aber sind ja nicht das Entscheidende.
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green
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BeitragNr:12869 02.02.2008 13:23 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Sam Adhi
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BeitragNr:12916 04.02.2008 15:42 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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Zitat von green Ich glaube, dass Wissen und Wahrheit sich nicht an einem Punkt findet, gelegentlich große Teile vereint, keine Frage, aber eben nie soviel, dass ich aufhören würde, weiter zu schauen.
Ja, das halte ich auch für die gesündeste Auffassung.
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green
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BeitragNr:12918 04.02.2008 15:44 |
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| RE: Ein streitbarer Mann - der Einzelne und das "spirituelle" Kollektiv |
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