Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
GreenBonoboland: das frischeste Gras GreenBonoboland Übersicht zum Seitenende ... GreenBonoboland: das frischeste Gras
Partnerforen:
Sphäre der Meditation
Mitglieder-Tipps:
Pyramide
Grenzenwissenschaften
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 23 Antworten
und wurde 3.933 mal aufgerufen
 Egalité
Seiten 1 | 2 | 3
rednesier Offline



Beiträge: 160

07.12.2007 14:37
#21 RE: gerechtigkeit und gleichheit Zitat · antworten

Zitat von Sam Adhi
Zitat von rednesier

Also sind Hitler und Albert Schweizer gleichwertig.
Oder?

Ja, beide sind gleichwertig. Was sie daraus machen (gemacht haben) ist eine vollkommen andere Geschichte. Auch Hitler wurde als unschuldiges und liebenswürdiges Baby geboren, ....oder darf man selbst das schon nicht mehr konstatieren?!
Zitat von rednesier
Wie stellt man Gleichwertigkeit fest?
Durch den Dienst am Menschen?
Oder?

Durch die Existenz. Alles Leben ist göttlich. Der Glaube Wertigkeit erst erreichen zu müssen bzw. erst jemand werden zu müssen um auch jemand zu sein ist eine furchtbare Vorstellung, die dem Menschen jegliche Würde und Göttlichkeit abspricht.
<blockquote><font size="1">Zitat von rednesier
Möchten wir lieber 100 Albert Schweizer,
oder lieber 100 Hitler, oder Stalin. oder Pol pot?

Damit meinst du doch den Wert, den der entsprechende Mensch für dich hat, nicht wahr?!
Aber geht es bei dieser Frage überhaupt um existentielle Wertigkeit, und nicht vielmehr um Taten (in Form moralischen Wertes)?
Außerdem: Wenn ich die Medien betrachte so scheint Hitler von viel größerem Wert zu sein als Albert Schweitzer, denn wieviel kannst du aus der Existenz eines Schweitzers gewinnen? Von Albert Schweitzer als gutem Beispiel höre ich nie was, von Adolf Hitler als denkbar schlechtestem Beispiel allerdings wöchentlich.

Ist denn Hitler es wert sich ständig an ihn erinnern zu müssen? Das wäre jetzt meine Frage.
Es sind doch gerade eben jene Menschen, die im Namen der Gerechtigkeit und der Nächstenliebe hausieren gehen, die ihm einen besonderen Wert für unsere Zukunft zuteil werden lassen, indem sie sagen: "Schau hin und lerne daraus, wie es nicht sein darf!" oder etwa nicht?!
Und wenn du die Geschichtsbücher durchforstest, wer ist es hier, nach Meinung der Autoren, eher wert erwähnt zu werden?!

Oder um es mal auf eine ganz andere Weise zu beleuchten: Was ist mehr wert? Löwenzahn oder Rose? Hund oder Ameise? Sonne oder Mond?
Und noch ein anderes Beispiel: Angenommen du hast eine(n) Partner(in) und ich ebenso. Wer ist mehr wert? Dein oder mein Partner?[/quote]

Der Bezugspunkt für eine Wertigkeit ist das zeitl.-kult. Paradigma.
Die Wertigkeit aus diesen Bezugsrahmen herauszulösen und absolut zu setzen hatt keine praktische Bedeutung.
Es sind dann nur fromme Sprüche, an die man glauben kann oder auch nicht.

Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

07.12.2007 19:19
#22 RE: gerechtigkeit und gleichheit Zitat · antworten


Voraussetzung: Gleich als menschliche Wesen betrachten.

Om shanthi,

da gibt es mehr als ein Kind welches Eltern zu erziehen haben und schon wissen Eltern nicht mehr ob sie alle gleichberechtigt behandeln. Die Sorge um ein mögliches Aschenputtel, treibt die "Rabeneltern" schnell in nicht deutlich wahrnehmbare Zugzwänge.
Wer will da Eltern sein?
An was sich orientieren?
Ein - zwei gute pädagogische Bücher lesen, den Elternabend nicht verpassen und das rechte Spielzeug anschaffen.
Wie erziehe ich mein Kind richtig? Wie erziehe ich meine Kinder richtig?
Orientiere Dich an Gesetzestexten, dann wird klar was Anstand und eine gute Erziehung ist.
Kinder bekommen irgendwann den "Hebel" raus, "wie induziere ich Schuldgefühle bei meinen Alten?"
Dann, wenn sie merken, das ihre großen Eltern mit der gerechten Verteilung der Liebe etwas "unsicher" sind.
Kann man Liebe und Zuneigung einteilen?
Kann man sich Liebe anlesen?
Findet man Liebe in der Enzyklopädie?
Lernen über das Immitieren.
Eltern haben von Ihren Eltern, oder Ersatzpersonen gelernt, wie man Liebe gibt. Ungleiche Voraussetzungen.
Das können Eltern weiter geben.
Egal wie viel es ist, es ist alles zu dem die jewailigen Eltern fähig sind. Manchmal reicht es zum überleben eben nicht, geschweige denn zum leben.

Sind Eltern erwachsen, haben sie die Möglichkeit so etwas wie Ihre "Herzensqualität" zu entwickeln.
Ende der hilflosen Schuldzuweisung, "wegen meiner Mutter kann ich nicht lieben".
Herzensqualität, dies ist ein Begriff der bei Wiki nicht zu finden ist.
Ich bin jetzt zu faul beim Brockhaus nachzuschauen.
Nun man könnte es auch eine Fähigkeit nennen, ein sogenanntes "Mitgefühl" zu entwickeln.
In Kontakt sein.
Nicht nur mit dem Außen, dem Anderen, der Welt.
In Kontakt sein mit sich selber.
Das kann in Herzhöhe empfunden werden.
Werde liebesfähig. Dies ist ein Prozess.

Kinder sind auch eine Chance für Eltern zu sich selbst zu finden.
Kinder reflektieren Aspekte ihrer Vorbilder, beziehungsweise Ihrer Vertrauenspersonen.
Und diese sind in sich schon sehr unterschiedlich.
Kinder übernehmen alte Familienaufträge, die man als Erwachsener im Alltag vergessen hat.

Tschüss mit dem Gesetzgeber! Der nur immer das Beste vom Volk will. Lernst Du seine Überschriften auswendig verlierst Du Dich.
Weg mit den Plakaten! Endlich!
Zu radikal?

„Diogenes befand sich derart in Armut, dass er ein Fass als Haus bewohnte, dessen Öffnung immer zur Sonne ausgerichtet war. Als König Alexander zu diesem, der in der Sonne zum Vorschein kam, herantrat, sagte er ihm, dass er von ihm verlangen könne, was auch immer ihm gefiele.
Aber jener entgegnete:
„Ich will vor allem anderen, dass du nicht zwischen mir und der Sonne stehst.“
Und so wurde Alexander, der alle Völker besiegte, von jenem Armen besiegt.“




Lerne Deine Liebesfähigkeit entwickeln.



Liebe Grüsse
Rembrand





Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

07.12.2007 19:53
#23 RE: gerechtigkeit und gleichheit Zitat · antworten


Om shanthi,

derartiges kann man im Wiki nachlesen.

Bekannt sind die Forschungen von René Spitz zur Entwicklung der Beziehung zwischen Mutter und Kind im ersten Lebensjahr. Untersuchungen der gestörten Mutterbeziehungen des Säuglings bei widersprüchlichem Mutterverhalten: Aktive und passive Ablehnung des Kindes, Überfürsorglichkeit, abwechselnde Feindseligkeit und Verwöhnung, mit Freundlichkeit verdeckte Ablehnung.
Solche Bedrohungen der Beziehung führen je nach Art der gestörten Objektbeziehung zu verschiedenen schweren psychischen und psychosomatischen Störungen beim Kind.


Ein Herr Harlow ist dann sehr konsequent geworden mit den gleichberechtigten Voraussetzungen für die menschliche Entwicklung.
Harry Harlow zeigte mit jungen Rhesusaffen und einer Mutter-Attrappe aus Drahtgeflecht, als Milchspender und einer zweiten mit Stoffbezug als Kuscheltier, dass Kuscheln einen sehr hohen Stellenwert beim Aufwachsen hat.

Affen die ohne Spielgefährten heranwuchsen, wirkten später oft ängstlicher als ihre Artgenossen, die mit Gleichaltrigen herangewachsen waren.
Völlig isoliert aufgezogene Tiere waren später derart verhaltensgestört, dass sie oft zur Aufzucht eigener Kinder nicht mehr fähig waren.
Harlow beschreibt wie Caspar-hauser-Äffinen schwanger wurden. Ohne jemals eine schwangere Äffin gesehen zu haben, also kein Vorbild diesbezüglich, weil nicht in der Grossfamilie aufgewachsen. Während der Schwangerschaft "seltsamste" Stimmungsschwankungen zeigten. Die geburten selber waren sehr schwierig. Das "etwas" was da unter Schmerzen geboren wurde, wurde als Feind angesehen, als der Schmerzverursacher und rücksichtslos durch den Käfig geschleudert, bis es sicher tot war.

Mit dem psychischen Hospitalismus verwandt ist die Verwahrlosung von Kindern und Jugendlichen; sie werden sich selbst überlassen. Früher hat man den Hospitalismus daher auch als Frühverwahrlosung bezeichnet. Frühe Forschungen dazu von August Aichhorn.

Ähnliche Erscheinungen kommen auch bei Erwachsenen in Krankenhäusern, Seniorenheimen und in der Psychiatrie vor, wenn sie lieblos betreut werden und von der übrigen Bevölkerung abgeschnitten sind.


Nun ... das Fernsehen ist ja fast schon nett im Vergleich zu den einsamen, interaktiven Computerspielen. Nach hause kommen und niemand da, und wenn dann sehr gestresste Eltern auf 50qm im dritten Stock. Schlüsselkinder gibt es schon seit sehr langer Zeit.
Stark sensorisch isolierte Kinder in großer Zahl, die nun selber zu Eltern werden, sind trotz aller Warnungen entstanden.

Liebe muss gelernt werden.
Mag sein das Mutterliebe angelegt ist, aber entfalten kann sie sich anscheinend am besten durch dierekte Kontakte zu anderen Menschen. .......... sonst Zombis. Gefühlstot aber funktionstüchtig.

Liebe Grüsse
Rembrand

Rembrand Offline



Beiträge: 1.645

09.12.2007 22:58
#24 RE: gerechtigkeit und gleichheit Zitat · antworten



Om shanthi,

was wirklich "gleich" für jeden Adam und für Jede Frau verteilt ist, und vor allem "gerecht",
das ist die täglich Zeit.
Jeder hat jeden Tag 24h zur Verfügung. Ein Leben lang.
Älter wird man von allein, dafür braucht man nichts zu tun.
Eine sehr gerechte Einteilung, völlig unabhängig von Hautfarbe, Familienstand, Parteibuch oder Geschlecht.

Liebe Grüsse
Rembrand

Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung  
*) Gäste mit Sternchen sind ehemalige Mitglieder, die sich abgemeldet haben oder aus anderen Gründen deaktiviert wurden
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor